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Dankbarkeit

Dankbarkeit fühlen

Dankbarkeit fühlen (können) ist ein wichtiger Schlüssel zu einem zufriedenen, glücklichen Leben. Dankbarkeit fühlen für die kleinen, großen Dinge des Tages, für die Selbstverständlichkeiten wie satt zu Essen zu haben, ein warmes Bett oder das Zwitschern der Vögel.

Vielfach geht unsere Aufmerksamkeit den Dingen des Mangels nach. Wir spüren wenn etwas fehlt, wenn etwas weh tut, wenn etwas nicht so läuft wie erwartet und vergessen darüber hinaus was wir alles haben. Wie reich wir sind und was alles wunderbar läuft.

Unsere Zufriedenheit hängt im hohen Maße davon ab, wie Dankbar wir unser Leben annehmen. Das Annehmen was unser Leben bunt und heiter macht.  Dafür brauchen wir den Blick und den Wunsch dies wahrnehmen zu können.

Ich empfehle jedem Menschenkind sich eine gute Weile mit dem Thema Dankbarkeit auseinanderzusetzen. Dazu ist eine kleine Übung sehr hilfreich und als Basis geeignet sich über sich selbst und seine Lebensqualität ein neues Bild zu verschaffen.

Ich bin dankbar für ……..

heißt die kleine Übung. Besorge dir ein (hübsches) kleines Notizbuch und schreibe jeden Abend vor dem Schlafengehen mindestens 5 Dinge auf für die du dankbar ist. Im Laufe der Zeit steigerst du auf 10 oder 15 Dinge – es wird ohne Schwierigkeiten klappen 🙂

  • Ich bin dankbar für ….
  • Ich bin dankbar für ….
  • Ich bin dankbar für ….
  • Ich bin dankbar für ….
  • Ich bin dankbar für ….

Bitte schreibe immer aus „ich bin dankbar“ damit du dieses Wort tief in dir verankerst und dazu die Gefühle der Dankbarkeit spüren kannst. Du wirst merken dass nach wenigen Tagen dein Blick schon ganz gezielt auf Dinge geht für die du Dankbarkeit fühlst. Die abendliche Übungen hilft dir auch, den Tag positiv zu reflektieren und du wirst viel entspannter einschlafen.

Wenn du den Engel der Dankbarkeit dazu eingeladen hast, wird er dich unterstützen und deine Aufmerksamkeit immer wieder lenken auf das was mit Dankbarkeit erfasst werden kann. So kommt langsam und beständig der Himmel auf die Erde – zu dir.

Kinder und Dankbarkeit

Sag „Danke zur Tante“ oder „wie heißt das Zauberwort“ so und auf vielen anderen Wegen werden unsere Kleinsten schon aufgefordert „Danke“ zu sagen, sobald sie ihr erstes Wort sprechen können. Frage dich selbst, ist das wirklich nötig?

Ich empfehle, Kinder nicht aufzufordern die Dankes-Floskel auszusprechen. Sehr viel wirkungsvoller ist das eigene Vorleben und den Umgang mit diesen oder ähnlichen Floskel zu beobachten und daraus evtl. Verhaltensänderungen anzustreben.

  • Dankeschön auch
  • Danke (Tonfall beachtend)
  • Na vielen Dank auch

Daher gesagte „Danke“ haben mit gefühlter Dankbarkeit soviel zu tun wie ein Hund mit Eier legen. Es wird äußerlich ein Höflichkeitsritual durchgeführt, sehr häufig auf Kosten der Kinder. Sie werden genötigt sich für

  • Dinge zu bedanken die sie nicht wollen
  • aus ihrem strahlenden Dankesblick heraus gerissen weil das erwartete Wort nicht schnell genug kommt
  • aus ihrer Freude gerissen um Höflichkeit walten zu lassen
  • sie werden durch die mahnenden Worte bloß gestellt
  • oft gezwungen endlich Danke zu sagen mit Androhungen „dann bekommst du nichts mehr“

Wahre Dankbarkeit zeigen uns die Kinder auf ihre eigene, wunderschöne Weise

  • ein strahlender Blick
  • eine kurze Berührung
  • eine spontane Umarmung
  • spontane begeisterte Lautäußerung, Jubel
  • eine stille Geste, Verzückung
  • ein Dankeswort das oft erst nach einer längeren Zeit, dann aber von selbst kommt

Kinder haben vielfältige Ausdrücke für Dankbarkeit und wir Erwachsenen dürfen lernen diese wahr- und anzunehmen. Die Freude der Kinder zu sehen und zu spüren, das sollte uns Erwachsenen genug sein.

Wenn wir selbst Dankbarkeit leben und das Worte Danke für uns ein freudiges Schlüsselwort im Leben ist, werden es unsere Kinder uns nachtun. Ohne Aufforderung, ohne Ermahnung oder gar Erpressung.

Ich werde nicht müde, in meinem Umfeld klar zu machen, dass sich Kinder bei mir nicht bedanken müssen. Ihre Reaktionen sind für mich Dank genug und ich freue mich wenn ich diese Haltung anderen Eltern näher bringen kann. Sie dafür sensibilisieren kann, dass ihre Kinder durch ihren natürlichen Ausdruck schon Danke „gesagt“ oder besser gelebt haben.

Geschenke und Dankbarkeit erwarten

Ein Thema unserer Gesellschaft ist es „Dankbarkeit zu erwarten“. Menschen tun (vermeintlich) etwas für andere und jammern dann dass „keiner mehr richtig Dankbar“ ist. Dass ihre investierte Zeit oder das Geld nicht gewürdigt wird.

Ein Geschenk ist ein Geschenk ist ein Geschenk.
Ein Geschenk ist ein Gabe die ohne Bedingung gegeben wird. Sobald eine Bedingung daran geknüpft ist, ist es kein Geschenk sondern ein

  • Tausch
  • Geschäft
  • Erpressungsversuch
  • Ding das dem Schenker dienen soll
  • Manipulationsversuch
  • Bindungsmittel

Alles was mit einem Geschenk verbunden wird, lässt ein Geschenk zu einem Mittel zum Zweck werden. Schafft Abhängigkeiten und Enttäuschungen.

Enttäuschungen beim Schenker und am Ende auch beim Beschenkten. Bitte deine Engel dir zur helfen aus dieser Tradition auszusteigen und deine eigene, liebevolle Form des Schenkens zu finden. Oder mit den Anforderungen der Schenkenden an dich umgehen zu können.

Schenken ist etwas ganz wunderbares wenn es mit der Absicht dem anderen eine Freude zu machen – ohne Hintertürchen – ist. Schenken dürfen kann mit großer Dankbarkeit erfüllen. Schenken um der Freude willen.

Geschenke die nichts kosten aber tiefe Eindrücke hinterlassen

  • schenke ein Lächeln im Vorübergehen
  • schenke deine Aufmerksamkeit
  • schenke deine Zeit
  • schenke eine Umarmung wo sie nicht erwartet wird
  • schenke liebevolle Blicke
  • schenke aus vollem Herzen das was du möchtest
  • schenke Mitgefühl
  • schenke Verständnis
  • schenke liebevolle Gesten der Zuwendung oder des Trostes

Und das größte Geschenk bekommst bei allem du selbst. Du wirst dir nahe kommen und dein freudiges Herz fühlen.  Und die Engel der Dankbarkeit werden mit dir vor Freude hüpfen.

Engel für Afrika

Ute Hein

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