Extra um halb 6 aufstehen, um an einem Ausflug der Waisenkinder teilzunehmen. Das macht doch niemand. Doch! ICH!
Noch völlig verschlafen wurde ich von meiner Mutter zum Asante Grundstück hingebracht. Dort warteten schon alle Kinder, um von Teacher Godfrey in Gruppen eingeteilt zu werden. Meine Freundin Binti kam zu mir rübergelaufen und begrüßte mich und meine Mutter. Ute Gasser war auch dabei und war Gruppenleitung von mir, Neema und einigen anderen Kindern. Die Großen passten sehr gut auf die Kleinen auf. Als der Bus dann endlich ankam, stiegen wir alle ein. Immaculate hatte mir einen Platz freigehalten, also setzte ich mich neben sie.
Als erstes fuhren wir nach Rabai, dort wurde die erste christliche Gemeinde gegründet und Kirche erbaut. Sie haben dort erst eine kleine Kirche gebaut, die wurde dann zu klein, und dann haben sie eine große gebaut. Die kleine ist heute ein Museum und die große ist eine Kirche.
Als zweites fuhren wir zum Fort Jesus. Vor der Burg picknickten wir alle ausgiebig. Danach schauten wir uns das Fort mit seiner Ausstellung und seinen Kanonen an.
Und dann ging es weiter in den Haller-Park, er heißt auch Bamburi Nature Trail. Auf dem Weg dorthin war auf einmal ein großes Gekreische im Bus zu hören. „A train! A train!“ Die Kinder hatten noch nie einen echten Zug gesehen. Im Bamburi Park waren alle ganz beeindruckt von den vielen Tieren. Besonders vor der Riesenschildkröte hatten am Anfang alle Angst, und die Schlangenfarm hat uns allen sehr gefallen.
Als wir nach Hause fuhren, war ganz ausgelassene Stimmung im Bus. Mehrmals wurden einige Kinder gebeten, sitzen zu bleiben, aber sie standen auch sehr schnell wieder auf. Wir kamen in der Dunkelheit in Tiwi an. Deshalb setzte der Bus die Kinder an verschiedenen Stationen ab. Sie hätten sonst in der Dunkelheit alleine vom Waisenzentrum durch den Busch laufen müssen. Als jeder ausgestiegen war, waren nur noch Teacher Godfrey, Immaculate, Sammy, Sandra, ein paar andere Kinder und ich im Bus.
Als ich dann endlich im Bett lag, wusste ich genau drei Dinge.
- Der Tag war ein voller Erfolg
- er war für mich UNVERGESSLICH und
- nächstes Jahr fahre ich wieder mit!!
Paula
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Paula ist die Enkelin von Christine Rottland und verbringt jedes Jahr Ferien in ihrem geliebten Kenia, bei Oma und ihren afrikanischen Freundinnen. Für einige der Waisenkinder gibt es einmal im Jahr einen Ausflug damit sie etwas von ihrem Land kennen lernen und sie auf das Leben “draußen” nach der Schulzeit einzustimmen und neugierig zu machen. Paula – ich Danke dir von Herzen dass Du für meine Leser/innen und mich Euren spannenden und ereignisreichen Ausflug beschrieben hast.
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